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Der Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung - Fairteiler in Karlsruhe

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Fernsicht auf den Fairteiler Falk in Karlsruhe Weiherfeld-Dammerstock

Eine unscheinbare Hütte am Straßenrand im Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock. Unwissende Passanten könnten vermuten, es handelt sich um eine Gartenhütte des angrenzenden Wohnhauses, dabei versteckt sich im inneren ein wichtiges Werkzeug zur Einschränkung von Lebensmittelverschwendung. Es handelt sich um einen sogenannten Fairteiler, aufgestellt von foodsharing, einer Initiative zur Rettung von Lebensmitteln. Der Grundgedanke ist Lebensmittel, die noch für den Verzehr geeignet sind, man selbst aber nicht mehr rechtzeitig verspeisen kann, dort abzulegen, damit andere Personen sich an diesen bedienen können.

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Standorte der Fairteiler in Karlsruhe

Insgesamt finden sich im Landkreis Karlsruhe 17 Fairteiler, davon allein 14 in der Stadt Karlsruhe[1]. Viele davon werden von Organisationen verwaltet und stehen in den zugehörigen Räumlichkeiten (z.B. im Studentenwohnheim HaDiKo), andere liegen in der Öffentlichkeit und sind frei zugänglich, wie der Fairteiler Falk in Weiherfeld-Dammerstock. „Aktuell ist da eine sehr hohe Dynamik drin“ sagt Sandra Kittel, Foodsaverin und mitverantwortlich für den Fairteiler Falk. So sind die Fairteiler in Weingarten und in der Oststadt erst vor kurzem eröffnet worden.

[1] https://foodsharing.de/?page=fairteiler&bid=433

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Sandra Kittel über die Hygienemaßnahmen in Zeiten von Corona

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Die geltenden Regeln in den Fairteilern

Da bei Fairteilern mit Lebensmitteln hantiert wird, müssen strikte Hygieneauflagen beachtet werden. Um diese Umzusetzen, hängen an jedem Fairteiler Listen mit erlaubten und verbotenen Lebensmitteln aus. Um die Einhaltung werden die Nutzer*Innen gebeten, eine direkte Kontrolle gibt es allerdings nicht. Um trotzdem nicht gegen die Auflagen zu verstoßen, gibt es für jeden Fairteiler ein Team von sogenannten Foodsavern, die einmal täglich für die Reinigung und Kontrolle ihres Fairteilers zuständig sind. Eine Strategie, die funktioniert: „Das Gesundheitsamt in Karlsruhe steht uns wohlgesonnen gegenüber“, fasst Sandra zusammen. Allerdings funktioniert es nicht immer so gut, wie sich über die Weihnachtsfeiertage 2020 gezeigt hat. Da wurden viele Lebensmittel mit teilweise abgelaufenem Verbrauchsdatum in den Fairteiler Falk gelegt, weshalb dieser zwischenzeitig schließen musste. Wenn sich das nicht bessern sollte, muss der Fairteiler dauerhaft schließen.

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Sandra über den Einfluss von Corona auf das Nutzungsverhalten der Fairteiler

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Innenansicht des Fairteiler Falk in Karlsruhe Weiherfeld-Dammerstock

Generell richten sich die Fairteiler an alle Mitglieder der Gesellschaft. Egal ob Student*In, Rentner*In oder junge Familie, jede Person darf sich an den Lebensmitteln in den Fairteilern bedienen. Doch gibt es eine Demografie, die besonders häufig auf das Angebot der Fairteiler zurückgreift? Sandra kann nur spekulieren: „Man müsste sich daneben stellen und Erhebung machen, um mitzubekommen, wie häufig ein Fairteiler frequentiert wird.“ Da die Foodsaver die Fairteiler im Ehrenamt betreuen liegt es auf der Hand, dass solch eine Erhebung bisher nicht durchgeführt wurde und auch zukünftig nicht geplant ist. Natürlich können trotzdem Vermutungen aufgrund von Umständen wie der Lage oder dem betreuenden Verein getroffen werden. So liegt zum Beispiel die Vermutung nahe, dass der Fairteiler im Studentenzentrum Z10 hauptsächlich von Studierenden genutzt wird.

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Sandra beschreibt die Unterschiede zwischen einem Fairteiler und einem Gabenzaun

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Innenansicht des Fairteiler Maccaroni in der Karlsruher Oststadt

„Ich glaube, dass viele Menschen […] es mit Schamgefühlen verbinden, wenn sie sich an kostenlosen Lebensmitteln bedienen“, vermutet Sandra. Ein Missverständnis, mit dem foodsharing häufig konfrontiert wird. Denn im Gegensatz zu Hilfsorganisationen wie Gabenzäunen oder der Tafel, denen es in erster Linie um die Unterstützung von Bedürftigen geht, liegt bei foodsharing der Fokus auf der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Natürlich stehen die Lebensmittel auch den Bedürftigen zur Verfügung, es darf sich aber auch jede andere Person bedienen. Die Hauptsache ist, dass die Lebensmittel nicht weggeschmissen werden müssen.

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Sandra beschreibt, wie man foodsharing und die Fairteiler unterstützen kann

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Eingang zum Fairteiler Maccaroni in der Karlsruher Oststadt

Die Administration und Reinigung der Fairteiler ist mit hohem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Dass das Angebot trotzdem kostenlos bleiben kann, liegt an den Foodsavern, die ihre Tätigkeiten als Ehrenamt in ihrer Freizeit ausüben. Da aber immer helfende Hände benötigt werden, sind neue Mithelfer*Innen oder andere Arten der Unterstützung gerne gesehen. So werden beispielsweise die Strom- oder Materialkosten komplett über Spenden finanziert, was das Angebot kostenlos sein lässt. Mehr Infos, wie foodsharing unterstützt werden kann, finden sich hier: https://spenden.foodsharing.de/freundeskreis

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Übersicht

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Kapitel 1 Einleitung

Fairteiler falk ferne

Standorte karlsruhe
Kapitel 2 Regeln & Nutzungsverhalten

Regeln

Fairteiler falk innen
Kapitel 3 Das foodsharing-Netzwerk

Fairteiler maccaroni innen

Fairteiler maccaroni eingang 01
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